Medialexikon

Auf einen Blick

AC Nielsen

AC Nielsen ist ein amerikanisches Marktforschungsinstitut mit deutscher Niederlassung in Frankfurt am Main, welches auf Handelsforschung spezialisiert ist. 1923 von Arthur C. Nielsen gegründet, hatte das Unternehmen seinen Sitz in den USA und war der erste Anbieter von Marktforschung. 1954 erfolgte die Gründung von AC Nielsen Deutschland. Seit 2001 ist Nielsen Teil der The Nielsen Company, die ihren Sitz in London hat. Das wichtigste Verwaltungszentrum liegt aber auch heute noch in New York. „AC Nielsen“

Affinität

Im Werbebereich beschreibt Affinität, in welchem Ausmaß ein Werbemedium eine ganz bestimmte Zielgruppe anspricht. Der Anteil der Zielgruppe wird ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung gesetzt. Das errechnete Ergebnis wird als Index dargestellt. Dieser ist das Maß für die Zielgruppennähe des Mediums.

Zur Berechnung wird der Anteil der Zielgruppe durch den Anteil der Zielgruppe in der Gesamtbevölkerung berechnet und mit 100 multipliziert. Somit bedeutet z. B. ein Index von 120, dass der Anteil der Zielgruppe 20 Prozent über dem der Gesamtbevölkerung in dem betrachteten Medium liegt. Für TV-Analysen werden häufig die Quoten der Zielgruppe an der Nutzung eines Senders, einer Sendung oder einer Kampagne ins Verhältnis zur Quote dieser Zielgruppe an der Fernsehnutzerschaft gesamt gesetzt.

AGF

Die Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) ist ein Zusammenschluß öffentlich-rechtlicher und kommerzieller Fernsehveranstalter und Streaminganbieter  in der Bundesrepublik Deutschland. Seit dem 1. Juli 1988 fungiert sie als Fernsehzuschauerforschung für die Gesellschaft für Konsum- Markt- und Absatzforschung (GfK). Gründungsmitglieder waren die ARD, die ARD-Werbung, das ZDF, SAT.1 und RTL (damals RTLplus).

Heute gehören der AGF die ARD, die ProSiebenSat.1 Media AG, RTL und das ZDF an. ARTE, 3sat, der Kinderkanal KI.KA und PHOENIX werden je zur Hälfte der ARD bzw. dem ZDF zugerechnet. 2017 führte die AGF ein neues Lizenzmodell ein, um Fernsehen und Stremingdienste in einem System zu integrieren. Damit einher ging auch die Umfirmierung in Arbeitsgemeinschaft Videoforschung GmbH (vorher Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung).

Die von der GfK erhobenen Daten werden auf dem Werbemarkt als gültige Währung für die TV-Planung anerkannt. Die AGF vergibt Lizenzen zur Datennutzung an andere Sender, an Agenturen und Werbungtreibende sowie weitere Datenverwerter (z.B. Media Control).

 

agma (Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e.V.)

Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse e. V. (kurz agma) ist ein Verbund von über 210 der bedeutendsten Unternehmen aus der Werbe- und Medienwirtschaft. Hierzu gehören Werbetreibende, maßgebende Werbeagenturen, bedeutende Tageszeitungs- und Zeitschriftenverlage, die ARD-Werbung, das ZDF und die wichtigsten kommerziellen Hörfunk- und Fernsehveranstalter Deutschlands.

Ziel des Vereins ist die Ermittlung von Hörer- und Zuschauerdaten sowie Daten über die Leser von Zeitschriften und Zeitungen. Diese werden durch demoskopische Untersuchungen erfasst und ermittelt. Die Non-Profit-Organisation agma ging 1970 aus der Arbeitsgemeinschaft Leser Analyse e. V. hervor. Seit 1978 ist die ARD-Werbung Mitglied der agma.

Seit ihrer Gründung 1954 hat sich die agma ständig weiterentwickelt und gewährleistet einen hohen Standard für die Mediaforschung. Mit ihren allgemein anerkannten Forschungsergebnisse erstellt sie die Werbewährung in Deutschland. Die Forschungsergebnisse über die Mediennutzung der Verbraucher umfassen heute Radio/Audio, Fernsehen, Kino, Plakat sowie das Internet. Führende Meinungsforschungsinstitute werden mit den Erhebungen beauftragt. Die sich ergebenden Daten werden in der Media-Analyse (ma) veröffentlicht.

ALM (die medienanstalten)

die medienanstalten – ALM GbR wurde als Arbeitsgemeinschaft der Landesmedienanstalten in der Bundesrepublik Deutschland gegründet. Ziel ist die Zusammenarbeit bei der Zulassung und Kontrolle sowie beim Aufbau und der Fortentwicklung des privaten Rundfunks in Deutschland. Vor allem soll damit eine gleiche Behandlung privater Hörfunk- und Fernsehanbieter sichergestellt werden. Mitglieder der Organisation sind alle 14 Landesmedienanstalten. Hierzu gehören z. B. die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein, die Medienanstalt Mecklenburg-Vorpommern sowie die Niedersächsische Landesmedienanstalt.

 

ARD

Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland wurde 1950 als Zusammenschluss der bundesdeutschen Länderrundfunkanstalten des öffentlichen Rechts sowie der Bundesanstalten Deutsche Welle, Deutschlandfunk und RIAS Berlin gegründet.  Ziel des Verbunds ist die Wahrnehmung gemeinsamer Interessen und die Bearbeitung gemeinsamer rechtlicher, technischer, betriebswirtschaftlicher und programmtechnischer Fragen sowie der Gestaltung eines gemeinsamen Fernsehprogramms (Deutsches Fernsehen).

Folgende Länderrundfunkanstalten gehören heute zur ARD: Bayerischer Rundfunk (BR), München; Hessischer Rundfunk (HR), Frankfurt am Main; Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Leipzig; Norddeutscher Rundfunk (NDR), Hamburg; Radio Bremen (RB), Bremen; Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Berlin/Potsdam-Babelsberg; Saarländischer Rundfunk (SR), Saarbrücken; Südwestrundfunk (SWR); Stuttgart; Westdeutscher Rundfunk (WDR); Köln. Das zehnte Mitglied ist der Auslandssender Deutsche Welle (DW) mit Sitz in Bonn.

Die ARD betreibt zusammen mit dem ZDF das Deutschlandradio, das junge Angebot funk, den Kinderkanal KiKA sowie den Dokumentationskanal PHOENIX und ist ebenfalls beteiligt an den Kulturprogrammen 3Sat und ARTE.

ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH

Die ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH (kurz: AS&S) wurde 1994 gegründet und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist eine Tochter der Werbegesellschaften der neun Landesrundfunkanstalten. Die AS&S ist der nationale Werbezeitenvermarkter innerhalb der ARD für Radio und Fernsehen. Die regionale Vermarktung liegt in den Händen der Werbegesellschaften. Neben der Vermarktung zählen auch Forschung und Service, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Radio und TV-Angebote der ARD-Werbung und privater Partner zu den Aufgaben der AS&S. Auch gemeinsame Veranstaltungen für Werbekunden werden von der ARD-Werbung SALES & SERVICES GmbH organisiert. Zur GmbH gehört auch die Redaktion der Fachzeitschrift Media Perspektiven. In ihrer Arbeit stützt sich die Gesellschaft auf die in Baden-Baden ansässige Zentrale Systemorganisation, die eine zentrale Datenverbundanwendung für den Verkauf von Werbezeiten betreibt und weiterentwickelt.

Audience Flow

Der Audience Flow – auch Zuschauerfluß – bezeichnet ein Instrument zur Unterstützung der Programmplanung im Fernsehen, welches bereits seit längerer Zeit genutzt wird. Zur Audience Flow-Analyse werden wiederkehrende Sendungen und Sendungsplätze untersucht, um festzustellen wie hoch die Sehbeteiligung zweier aufeinanderfolgender Sendungen ist.  Durch die Ergebnisse können bei der Planung Fernsehsendungen so ausgewählt werden, dass sie mit Blick auf die angesprochene Zielgruppe gut zueinander passen. Zum Beispiel werden Fernsehserien im Vorabend oder nacheinander gezeigte Krimis entsprechend abgestimmt. Je besser nachfolgende Sendungen zur vorherigen passen, umso höher ist die Zuschauerbindung.

Ausschöpfung (Ausschöpfungsgrad)

Die Ausschöpfung bzw. der Ausschöpfungsgrad bezeichnet den Anteil der für eine Stichprobe ausgewählten Elemente, die tatsächlich untersucht werden konnten und daher bei der endgültigen Stichprobe berücksichtigt wurden. Bei Befragungen werden daher nicht verwertbare Interviews (falsche oder unvollständige Interviews), Befragungsverweigerungen oder nicht angetroffene Personen ausgeschlossen. Auch Adressen, die nicht besucht wurden oder Ausfälle bei der Adressenziehung werden nicht berücksichtigt. Ziel der Untersuchung ist es, den Anteil von Ausfällen so gering wie möglich zu halten. Dementsprechend sollte also ein höchstmöglicher Ausschöpfungsgrad erreicht werden. Grundsätzlich ist damit zu rechnen, dass nicht berücksichtigte Stichprobenelemente sich von den ausgeschöpften unterscheiden und daher Verzerrungen auftreten könnten.

AWA (Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse)

Die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (kurz AWA) untersucht die Mediennutzung, das Konsumverhalten sowie die Einstellung der Bevölkerung in Deutschland. Diese umfassen die Bereiche Print, Fernsehen, Hörfunk, Internet, Kino und Außenwerbung. Durch das weit gefasste Spektrum zählt die AWA zu den bedeutendsten Markt-Media-Studien in Deutschland. Durchgeführt werden die Studien vom Institut für Demoskopie Allensbach. Einmal pro Jahr im Sommer werden die gewonnenen Ergebnisse veröffenlicht. Die AWA unterscheidet sich von der MA durch kleinere Fallzahlen, ein anderes zugrundliegendes Verfahren der Stichprobenziehung sowie durch weit umfassendere Fragen über Lifestyle und Produkt- und Markenverwendung.

Ballungsraum TV

Unter Ballungsraum TV werden lokale oder regionale Programmangebote zusammengefasst, die sich nur auf einen Ballungsraum konzentrieren. Das Marktforschungsunternehmen Nielsen grenzt z. B. Ballungsräume wie Hamburg, Bremen, Hannover etc. ab. Hintergrund ist, dass bestimmte Regionen über eine hohe Bevölkerungsdichte verfügen. Diese umfassen zwar nur einen kleinen prozentualen Anteil an der Gesamtfläche Deutschlands, verfügen jedoch über einen deutlich höheren Bevölkerungsanteil.

Bartering

Beim Bartering handelt es sich um ein Tauschgeschäft (barter = englisch Tausch). Im wirtschaftlichen Kontext wird diese Art des Handels auch als Kompensationsgeschäft bezeichnet. Dabei erfolgt nur ein Warenfluss, aber kein Geldfluss. Beim Programmbartering im Fernsehen tauschen Werbetreibende Ausstrahlungsrechte an vorproduzierten Sendeprogrammen gegen Werbezeiten. Ziel des Barterin ist die Herbeiführung einer Win-Win-Situation.

Bezeichnet im TV-Bereich ein Kompensationsgeschäft bei Programmformaten. Beim Programmbartering tauschen Werbetreibende Ausstrahlungsrechte an vorproduzierten Sendeprogrammen gegen Werbezeiten.

Below the Line

Der Begriff Below the line (englisch: unter der Linie)  bezeichnet im Marketing die nichtklassischen Formen von Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen. Dazu zählen u. a. Sponsoring, Eventmarketing, Merchandising, Telefonwerbung, POS u. a..

Im Gegensatz dazu gibt es die Above the line-Werbung. Zu diesen wird die klassische Werbung in Printmedien, Hörfunk und Fernsehen sowie Kino- und Außenwerbung gezählt.

Billings

Die Umsätze von Werbeagenturen, die sich aus Honoraren und Provisionen zusammensetzen, werden auch als Billings bezeichnet.

 

Brutto-Reichweite / Brutto-Kontakte

Die Brutto-Reichweite bzw. Brutto-Kontakte sind eine Kenngröße in der Kampagnenplanung und -kontrolle. Die Summe aller erzielten Kontake oder Kontaktchancen von Personen mit einem oder mehreren Medien wird als Brutto-Reichweite bezeichnet. Sie wird dabei entweder in Prozent (GRP) oder in Millionen angegeben. Im Fernsehbereich basiert sie auf der Sehbeteiligung. Wenn die Netto-Reichweite und Durchschnittskontakte bekannt sind, lässt sich die Brutto-Reichweite errechnen. Beio Mehrfachbelegung eines oder mehrerer Medien werden die einzelnen Reichweiten ohne Berücksichtigung interner und externer Überschneidungen addiert. Somit wird bei der Brutto-Reichweite nicht berücksichtigt, ob immer wieder dieselben oder verschiedene Personen Kontakt mit der Kampagne hatten.

Cluster-Analyse

Bei der Cluster-Analyse handelt es sich um ein statistisch-mathematisches Verfahren. Hierfür werden Personen mit ähnlichen Merkmalen zu einer möglichst homogenen Gruppe zusammengefasst.  Diese Gruppen werden als Cluster bezeichnet, die Gruppenzuordnung als Clustering.

 

Commercial

Als Commercial werden Werbesendungen in Fernsehen, Radio oder Kino bezeichnet.

 

Cost per GRP/Kosten pro GRP

Cost per GRP bzw. Kosten pro GRP wird als Maß in der Werbeindustrie verwendet. Der Gross Rating Point stellt die Brutto-Reichweite in Prozent innerhalb der Zielgruppe dar. Damit ist der GRP-Preis ein Indikatior zur Auswertung von Kampagnen. Somit lässt sich beurteilen, wie erfolgreich eine Werbekampagne läuft und sie kann mit anderen verglichen werden. Die Berechnungsformel:

Cost Per GRP

Crossmedia

Die inhaltliche und medienübergreifende Vernetzung einzelner Kommunikationsinstrumente (z. B. Sponsoring, Internet, Teletext, Event-Marketing, Social Media) wird als Crossmedia bezeichnet. Ziel ist es, mit einem einheitlichen Markenauftritt einen Mehrwert für die Marke zu schaffen. Crossmedia ist mehr als nur die Übermittlung der Werbebotschaft. Dem Kunden werden mehrere Medien angeboten, um die Werbebotschaft zu erhalten und sich mit dem Produkt zu beschäftigen.

d-box

Die Set-Top-Box für den Empfang von Pay-TV (Bezahlfernsehen) und Free-TV wird auch als d-box bezeichnet. Die Receiver gibt es für Satelliten- und Kabelempfang (Decoder).

Dauerwerbesendung

Eine Sonderwerbeform, bei der Fernsehwerbung redaktionell aufbereitet ist und einen wesentlichen Bestandteil der Sendung darstellt, wird als Dauerwerbesendung bezeichnet. Der Werbecharakter steht dabei im Vordergrund. Die Sendungen sind mindestens 90 Sekunden lang und währends des ganzen Verlaufs als Werbesendung deklariert. Dauerwerbesendungen unterliegen den Werbezeitbeschränkungen für Sonderwerbeformen.

 

Decoder

Als Decoder werden Umsetzer oder Wandler für digitale oder analoge Signale bezeichnet. Dabei werden die codierten Signale zur akustischen und/oder optischen Wiedergabe aufbereitet. Man unterscheidet Stereo-Decoder in Hörfunkempfängern, PAL-Decoder und Videotext-Decoder in Fernsehgeräten oder Set-Top-Boxen für das digitale Fernsehen.

Deutscher Werberat

1972 wurde der Deutsche Werberat vom Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) gegründet. Er dient als Konfliktregler zwischen Beschwerdeführern aus der Bevölkerung und werbetreibenden Firmen im Falle unlauterer oder irreführender Werbung. Er arbeitet dabei nach dem System des Schiedsrichters. Eine weitere Aufgabe des Gremiums liegt in der Entwicklung von Verhaltensregeln und Leitlinien zur inhaltlichen Gestaltung von Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Grundlage für die Entscheidungen des Werberats bilden die Gesetze, werberechtliche Vorschriften, die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats sowie die allgemein gültige Auffassung der Gesellschaft zu Sitte, Moral und Anstand.

Digital Video Broadcasting (DVB)

Digital Video Broadcasting (kurz DVB) ist ein standardisiertes Verfahren zur Übertragung von digitalen Inhalten (Radio, Fernsehen und zusätzliche Dienste). Es wurde zum Empfang über Satelliten, Kabelnetze oder terrestrische Sendernetze konzipiert. Im Vergleich zur analogen Übertragung können dabei mehr Programm pro Sendekanal (Frequenz) übertragen werden. Man unterscheidet dabei diverse technische Unterarten von DVB, anhand der unterschiedlichen Übertragungswege z. B. DVB-T (terrestrische) DVB-C (Cable also Kabelnetz) oder DVB-S (direktstrahlende Satelliten). DVB wurde 1992 innerhalb eines europäischen Projekts entwickelt.

Digitales Fernsehen

Die Ausstrahlung von Fernsehprogrammen in digitalisierter Form wird auch als digitales Fernsehen bezeichnet. Bilder werden dabei stark komprimiert, so dass pro Digitalkanal sechs bis zehn TV-Programme gleichzeitig übertragen werden. Im Gegensatz zum analogen Fersehen bei dem jeder Kanal nur mit einem Programm belegt ist. Die Verbreitung von Bild und Ton läuft digital (DVB). Neue Fernseher können die Signale direkt verarbeiten. Bei Nutzung eines alten Gerätes wird ein Receiver benötigt.

DLM

Die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten, kurz DLM, besteht aus den Geschäftsführern der Landesmedienanstalten. Sie sorgt für einen Informationsfluß und Austausch mit Rundfunkveranstaltern und behandelt gemeinsame Angelegenheiten der Landesmedienanstalten. Zu Ihren Aufgaben gehören ebenfalls die Vielfaltssicherung, der Jugendschutz und die Werberichtlinien. Einmal jährlich werden auf einem Symposium der DLM auch internationale Aspekte berücksichtigt.

DRTV (Direct Response Television) / DRR (Direct Response Radio)

Unter Direct Response Television (DRTV) oder Direct Response Radio (DRR) versteht man eine Sonderwerbeform, bei dem die Zuschauer oder Zuhörer über Service-Rufnummern mit dem Produktanbieter in Kontakt treten können. Bei dieser Art der Werbung erfolgt eine zeitlich direkte Reaktion. Im Gegensatz zum Teleshopping steht bei DRTV/DRR nicht die unmittelbare Bestellung im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, sich über das Produkt zu informieren.

Sofern sie nicht als Dauerwerbefernsehen gestaltet sind, fallen die DRVT-Spots unter die pro Stunde geltende Werbezeitbeschränkung für Spotwerbung. Das maximal zulässige Werbevolumen für Sonderwerbeformen ist ebenfalls zu berücksichtigen (Werberichtlinien).

Durchschnittskontakte (OTS/OTH)

Ein Durchschnittskontakt (englisch: opportunity to see = OTS bzw. opportunity to hear = OTR) zeigt, wie oft eine mindestens einmal erreichte Person im Durchschnitt erreicht wird. Dieser Wert wird zusammen mit der Netto-Reichweite sowie dem Gross rating point (GRP) zur Bewertung einer Werbekampagne herangezogen. Um die Werbung am Markt durchsetzen zu können, wird die Kampagne mit der gewünschter Mindestanzahl an Durchschnittskontakten ausgespielt.

EBU

Im Februar 1950 gründeten 23 westeuropäische Rundfunkorganisationen die Union der Europäischen Rundfunkorganisation (EBU oder auch UER). Der Sitz liegt in Genf. Ziel der Vereinigung ist die internationale Zusammenarbeit und der Programmaustausch. Die EBU vertritt die Interessen ihrer Mitglieder, wenn es um Programm, Recht und Technik geht. Zum Beispiel gehört der Erwerb der Übertragungsrechte von sportlichen Großveranstaltungen wie die Olympischen Spiele zu ihren Aufgaben. Aktive Mitglieder aus Deutschland sind ARD, ZDF, Deutsche Welle und Deutschlandradio. Die ARD ist dabei in den wichtigsten Gremien der EBU vertreten (Generalversammlung, Verwaltungsrat, Technische und Juristische Kommission etc.).

Vor Gründung der EBU hatte sich Ende der 40er Jahre die zuvor gemeinsame internationale Rundfunkunion in einen östlichen (Organisation Internationale de Radiodiffusion et Télévision (OIRT) und westlichen Dachverband aufgeteilt.

 

Einschaltquote

Die Einschaltquote gibt Auskunft darüber, wie viele Fernsehgeräte in Haushalten eines bestimmten Gebietes innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls eingeschaltet waren. In Deutschland wird diese durch Messgeräte der GfK seit 1985 erhoben. Dabei wird nach Programmen und Sendungen differenziert.

Zur Bestimmung der Quote werden die Daten von Testpersonen ausgewertet, die nach einem ausgeklügelten statistischen Prinzip ausgewählt werden. In über 5.000 Haushalten wird täglich das Fernsehverhalten von ca. 13.000 Testsehern untersucht. Die TV-Geräte sind dafür mit einem Messgerät ausgestattet, dem GfK-Meter. Das so ermittelte Ergebnis wird dann entsprechend für ganz Deutschland hochgerechnet.

Die ermittelten Einschaltquote stellen für die Fernsehsender eine wichtige Komponente in der Programmplanung dar. Aber auch für Werbetreibende sind die Ergebnisse eine wichtige Entscheidungsgrundlage für den Einkauf von Werbeplätzen.

Empfangbarkeit

Die Empfangbarkeit gibt, wie viele Personen oder Haushalte einen Sender über Kabel, terrestrisch oder über Satellit empfangen können. Laut AGF/GfK Fernsehpanel liegt die Empfangbarkeit bzw. das Empfangspotenzial eines Senders vor, wenn er an mindestens einem TV-Gerät im Panelhaushalt eingestellt ist (technische Reichweite).

Erhebung

Unter der Erhebung ist in der Statistik sowie in der Markt- und Sozialforschung das Sammeln und Auswerten von Daten zu verstehen. Bei diesem systematischen Vorgehen ist das Ziel, Urmaterial aus einer Grundgesamtheit oder einer Stichprobe zu gewinnen. Die Erhebungsmethoden sind Befragungen, Beobachtungen oder Tests.

EU-Fernsehrichtlinie

Die EU-Fernsehrichtlinie (eigentlich EG-Richtlinie 89/552/EWG) wurde am 03.10.1989 vom Europarat verabschiedet. Sie ist für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft bindend und regelt bestimmte Aspekte des Fernsehens, wie z. B. Werbung, Sponsoring, Teleshopping aber auch den Jugendschutz und das Gegendarstellungsrecht. Auch die Programmquoten für euopäische Produktionen sind festgelegt, so dass neben Nachrichten, Sport, Shows und Werbung auch europäische Werke wie z. B. Filme gezeigt werden. Seit 1997 erlaubt die Fernsehrichtlinie den Mitgliedstaaten sogenannte nationale Listen von Ereignissen mit „erheblicher gesellschaftlicher Bedeutung“ aufzustellen, deren Übertragung im frei zugänglichen Fernsehen zu gewährleisten ist. Mit der vierten Novellierung des Rundfunkstaatsvertrags ist 1999 eine derartige Liste entsprechender Sport-Ereignisse auch für die Bundesrepublik aufgestellt und am 01.04.2000 in Kraft gesetzt geworden. Die Richtlinie ist in Deutschland im Rundfunkstaatsvertrag verzeichnet und wurde mit Wirkung zum 19.12.2007 durch die Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (2007/65/EG) novelliert und deutlich erweitert.

 

 

Europäisches Fernsehübereinkommen

Parallel zur EU-Fernsehrichtlinie wurde im Europarat das „Europäische Übereinkommen über das grenzüberschreitende Fernsehen“ vorbereitet, das am 5. Mai 1989 verabschiedet wurde. In Deutschland trat es aber  erst am 01.11.1994 in Kraft. Die Inhalte entsprechen im Wesentlichen denen der EU-Fernsehrichtlinie. Im Bereich der Europäischen Union besitzt die EU-Fernsehrichtlinie Vorrang vor dem Europäischen Fernsehübereinkommen.

Externe Überschneidung

Bei der externen Überschneidung wird ein Nutzer durch verschiedene Medien mehrfach erreicht (Mehrfachkontakt). Hierbei muss die Person von mindestens zwei verschiedenen Werbeträgern erreicht werden z. B. ein Werbespot auf verschiedenen Sendern.

Fallzahl

Die Fallzahl bezeichnet die Anzahl der Personen, die in einer Stichprobe enthalten sind. Sie ist kein ausreichendes Qualitätsmerkmal, bestimmt aber die Genauigkeit von Aussagen. Je größer die Fallzahl umso genauer ist auch die Genauigkeit.

Fehlstreuung

Bei Werbemaßnahmen werden auch Personen erreicht, die nicht zur defnierten Zielgruppe gehören. Diese werden als Fehlstreuung oder auch Streuverlust bezeichnet. Ziel im Marketing ist es, solche Fehlstreuungen zu vermeiden, da sie kostenträchtig sind. Hierzu wird der Streuplan erstellt.

 

Fernsehpanel

Ein Panel bezeichnet einen gleichbleibenden Personenkreis, die in festgelegten Abständen zu bestimmten Themen befragt werden. Die Teilnehmer des AGF-/GfK-Fernsehpanels repräsentieren 75,02 Millionen Personen ab drei Jahren in TV-Haushalten mit deutschem oder EU-ausländischem Haushaltsvorstand. Seit dem 01.07.2002 besteht das Fernsehpanel aus 5.000 Haushalten, in denen fast 10.500 Personen leben. .Von 1985 bis 1990 lag die Zahl der Haushalte bei rund 2.700. Durch die Integration des Kabel- und Satellitenpanels, die Vereinigung Deutschlands, durch neue regionale Sollvorgaben sowie durch die Aufnahme von EU-Ausländern wurde das Fernsehpanel nach und nach erhöht. Die Befragung der Panel-Mitglieder erfolgt einmal pro Jahr und lässt sich auf die ganze BRD hochrechnen.

 

 

FSF

Die Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e. V. ist eine Einrichtung zum Jugendmedienschutz mit Sitz in Berlin. Die Organisation wurde 1993 vom VPRT gegründet, Mitglieder sind alle bundesweit ausstrahlenden privaten Fernsehsender. Ziel des gemeinnützigen Vereins ist durch sachgerechte und differenzierte Prüfungen von Sendungen (meist vor der Ausstrahlung) eine Gefährdung, Beeinträchtigung, soziale und/oder ethische Desorientierung von Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Die FSF gibt Publikationen heraus, führt medienpädagogische Projekte durch oder schafft ein Diskussionsforum bei Veranstaltungen. Seit 2003 arbeitet die FSF als anerkannte Selbstkontrolle im Rahmen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV).

 

FSK

Die FSK steht für Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft und ist eine von der Spitzenorganisation der Filmwirtschaft getragene Einrichtung. Ihr Schwerpunkt liegt in der Prüfung und Klassifizierung von Medien nach Altersgruppen, denen sie zugänglich gemacht werden dürfen. Die FSK finanziert sich durch Gebühren, die für die geprüften Medienträger erhoben werden. In Deutschland unterscheidet man FSK 0, FSK 6, FSK 12, FSK 16 oder FSK 18. Die festgelegten Altersangaben sind im öffentlichen Raum bindend.

 

Fusion

Als Fusion bezeichnet man die Verschmelzung von Daten aus unterschiedlichen Stichproben. Die Zuordnung von Daten in der Fusion wird über gemeinsame Merkmale vorgenommen, die in beiden Stichproben vorhanden sind. Zum Beispiel werden die Daten zur Fernsehnutzung aus der AGF/GfK-Fernsehforschung mit denen der ma fusioniert.

GfK Fernsehforschung

Die GfK Fernsehforschung ist eine Tochtergesellschaft der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Im Auftrag der AGF wird seit 1985 die Fernsehnutzung von Privathaushalten mittels des GfK-Messgerätes erfasst. Mithilfe einer Taste auf der Fernbedienung melden sich die Haushaltsmitglieder an oder ab, wodurch eine personenindividuelle Abbildung möglich ist. Die Teilnehmer der Messung bilden das Fernsehpanel. Seit 1995 werden die Daten im Einsekundentakt gemessen und stehen bereits am Folgetag zur Verfügung. Die ermittelten Ergebnisse sind eine gültige Mediawährung für das Fernsehen.

 

GRP

Der Gross Rating Point (kurz: GRP) entspricht der Brutto-Reichweite in Prozent oder der durchschnittlichen Sehbeteiligung in Prozent und ist ein Maß für den Werbedruck. Zur Auswertung der Gesamtleistung einer Kampagne werden die GRP-Werte aller Einzelschaltungen kumuliert. 1 GRP bedeutet, dass die Kontaktsumme einem Prozent der Zielgruppengröße entspricht, bei 200 GRPs ist die Kontaktsumme also doppelt so groß wie die Zielgruppengröße  was  allerdings nicht bedeutet, dass jede einzelne Person der Zielgruppe erreicht wurde!

Grundgesamtheit

Unter Grundgesamtheit versteht man die Menge aller statistischen Einheiten mit übereinstimmenden Identifikationskriterien. In der Marktforschung werden damit alle Personen oder Haushalte bezeichnet, aus denen eine Stichprobe gezogen wurde und die durch diese repräsentiert werden (Beispiel: Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren).

GWA

Im Gesamtverband Kommunikationsagenturen sind die größten deutschen Werbeagenturen zusammengeschlossen, die sich die Beachtung bestimmter Geschäftsprinzipien zur Aufgabe gemacht haben. Ihre Ziele sind die Verbesserung der Leistungstransparanz von Werbemedien, Förderung der Effizien und Kreativität in der werblichen Kommunikation (Effie), Aus- und Weiterbildung, Service-Leistungen für die Mitglieder, Professionalisierung und Profilierung der Agenturleistung. Der GWA wurde 1952 als Gesellschaft Werbeagenturen gegründet, fusionierte 1986 mit dem Wirtschaftsverband Deutscher Werbeagenturen (WDW) zum Gesamtverband Werbeagenturen GWA. Seit dem 01.01.2002 wurde der Name in Gesamtverband Kommunkationsagenturen geändert.

Der GWA ist Mitglied im Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) und im europäischen Agenturverband EACA. Außerdem ist er im Deutschen Werberat aktiv.

 

Imagetransfer

Beim Imagetransfer werden Imagebestandteile eines Imageträgers (Produkt, Marke oder Person) auf einen anderen übertragen. Auf diese Weise entstehen Markenartikel mit einem identischen Image, die als Markenfamilie bezeichnet werden. Marken aufzubauen, ist riskant und mit hohen Kosten verbunden. Durch einen gemeinsamen Markennamen kann die positive Ausstrahlung der Markenelemente und der Kommunikation für die jeweiligen Produkte wechselseitig genutzt werden.

Index

Kennziffer, die bestimmte Faktoren (zum Beispiel Umsatz, Kaufkraft, Attraktivität) im Verhältnis zum Durchschnitt beschreibt. Ein Indexwert größer als 100 bedeutet, dass ein Merkmal überproportional ausgeprägt ist (Affinität).

Infomercial

Infomercial ist eine Dauerwerbesendung, in der die Fernsehwerbung redaktionell aufbereitet wird. Im Gegensatz zur Telepromotion steht der informative Charakter im Vordergrund. Als eine Form des Teleshoppings ist es eine übliche Art der Bewerbung für z. B. Küchen-, Haushalts- oder Pflegeprodukte. Für Infomercials gelten die gleichen Kennzeichnungspflichten wir für die Dauerwerbesendung. Sie werden üblicherweise ausgestrahlt, wenn die Einschaltquote geringer ist (morgens, vormittags).

Interaktives Fernsehen

Beim Interaktiven Fernsehen hat der Zuschauer die Möglichkeit, sich aktiv am Programmablauf zu beteiligen. Im Gegensatz zum Broadcast-TV gibt es einen Rückkanal, so dass von zuhause aus mithilfe der Fernbedienung oder eines Telefons Programme nach Wahl angefordert werden können (Video-on-Demand) oder diverse Serviceangebote (wie z. B. Home-Shopping oder Telebanking) genutzt werden können.

Interne Überschneidung

Mehrfachkontakte bei mehrmaliger Belegung eines Mediums werden als interne Überschneidung bezeichnet. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Werbespot mehrmals auf demselben Fernsender geschaltet wird und damit wiederholt die Zielgruppe erreicht.

IVW

Die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. ist eine unabhängige und neutrale Prüforganisation. Sie wurde am 9.12.1949 gegründet. Ursprünglich als Einrichtung zur Auflagenkontrolle von Printmedien geschaffen, hat sich der Tätigkeitsbereich der IVW im Laufe der Zeit auf weitere Medien ausgeweitet.  Inzwischen werden auch Funk, Plakate und Verkehrsmittelwerbung, Kino und Filmtheater sowie Online-Medien untersucht. Ziel der IVW ist die Zurverfügungstellung von objektiven Verbreitungsdaten der Werbeträger an Werbeplaner sowie die Ermöglichung eines fairen Leistungswettbewerbs der Werbeträger untereinander.

KEK

Als Konsequenz der dritten Novellierung des Rundfunkstaatsvertrag wurde die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich im Mai 1997 gegründet. Die Aufgabe der KEK ist die Sicherung der Meinungsvielfalt im Zusammenhang mit der bundesweiten Veranstaltung von Fernsehprogrammen. Sie prüft vor und nach der Zulassung privater Rundfunkveranstalter die Einhaltung der geltenden Bestimmungen zur Sicherung der Meinungsvielfalt. Die KEK besteht aus sechs Sachverständigen des Rundfunk- und des Wirtschaftsrechts, von denen drei die Befähigung zum Richteramt haben müssen und sechs nach Landesrecht bestimmten gesetzlichen Vertretern der Landesmedienanstalten.

Klassische Medien

Als klassische Medien werden Fernsehen, Radio, Print (Zeitungen, Zeitschriften), Außenwerbung wie Plakate oder Verkehrsmittelwerbung und Kino bezeichnet. Diese Medien erreichen eine große, übergeordnete Zielgruppe. Zur Steigerung der Werbewirkung werden die klassischen zusätzlich durch Neue Medien unterstützt.

Konsekutiv

Als konsekutiv werden Ereignisse bezeichnet, die durchgehend oder aufeinanderfolgend stattfinden. Diese können dabei im zeitlichen, aber auch im logischen Zusammenhang stehen.

Kontakt

Der Begriff aus der Mediaforschung bezeichnet den tatsächlichen Kontakt, den eine Person mit einer Anzeige oder einem Spot (Werbemittelkontakt) oder mit einem Medien wie Fernsehen oder Print (Werbeträgerkontakt) erhält.

Kontaktchance

Die Möglichkeit, dass eine Person mit einem Werbeträger oder Werbemittel in Berührung kommt, wird als Kontaktchance definiert.

Kontaktdosis/Kontakthäufigkeit

Bei der Planung einer Werbekampagne wird die Anzahl von Kontakten, die bei der Zielgruppe anfallen soll, als Kontaktdosis oder auch Kontakthäufigkeit bezeichnet. Diese Größe gibt dabei an, wie oft eine Person bei Mehrfachbelegung eines Mediums oder mehrerer Medien im Durchschnitt erreicht wurde (siehe auch Durchschnittskontakte, OTS/OTH). Damit stellt die Kontaktdosis ein wichtiges Marketingziel dar. Verschiedene Faktoren sind dabei relevant für die korrekte Wahl der Kontaktdosis wie z. B. Mediamix, Werbezeitraum, Konkurrenzsituation).

 

Kontaktklasse

Nutzer eines Mediums oder mehrerer Medien werden unterschiedlich häufig durch diese erreicht (täglich, monatlich). Sie werden daher einzelnen Kontaktklassen zugeordnet. Mithilfe der Kontaktklassen lässt sich dann die Werbewirkung beurteilen.

 

Kontaktsumme

Die Kontaktsumme definiert die Summe aller Personen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum Kontakt mit dem Werbeträger hatte. Der Anteil wird dabei entweder in Millionen oder in Prozent ausgewiesen (siehe hierzu auch Brutto-Reichweite/Brutto-Kontakte; GRP).

Kontaktverteilung

Je nachdem wie oft Nutzer, die ihnen zur Verfügung stehenden Medien nutzen, entsteht dadurch ein Kontakt zu Werbekampagnen. Die verschiedenen Häufigkeiten werden hierzu in verschiedenen Kontaktklassen unterteilt. Die Kontaktverteilung zeigt an, wie viele Personen auf die einzelnen Kontaktklassen entfallen. Damit ist diese Größe ein wichtiger Maßstab zur Beurteilung der Werbewirkung. Ein Ziel der Kampagnenplanung ist z. B. möglichst viele Personen mit einer mittleren Kontaktdosis (zwischen 2 und 6 Kontakten) zu erreichen.

Konvergenz

In der Medienbranche wird das Zusammenwachsen verschiedener Kommunikationsplattformen (Werbeträger) und Werbemaßnahmen über verschiedene Mediengattungen als Konvergenz bezeichnet.

Korrelation

Die Korrelation bezeichnet den statistischen Zusammenhang von zwei oder mehr Merkmalen oder Ereignissen, die in Wechselwirkung zueinander stehen.

Kumulation

In der Mediaplanung werden die summierten Brutto-/Netto-Reichweiten oder Durchschnittskontakte nach einer bestimmten Anzahl von Schaltungen als Kumulation (Anhäufung) bezeichnet. Dabei wird zwischen schwächer ( z. B. Abozeitschrift) und stärker kumulierenden Medien (TV) unterschieden.

Landesmedienanstalt

Unter der Dachmarke die medienanstalten arbeiten die 14 Landesmedienanstalten Deutschlands zusammen. Dabei fungieren sie als Aufsichtsbehörde aller privaten Funk- und Fernsehsender. Sie prüfen die Einhaltung von Werberegeln, des Jugendschutzes und fördern Projekte zur Vermittlung von Medienkompetenz. Da der Rundfunk in Deutschland in den Händen der Länder liegt, gibts es zur Rundfunkaufsicht in fast jedem Bundesland eine Landesmedienanstalt. Lediglich für Berlin und Brandenburg sowie für Hamburg und Schleswig-Holstein sind diese zusammengelegt.

Grundlage für die Arbeit der Landesmedienanstalten sind der Rundfunkstaatsvertrag, der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und die Landesmediengesetze. Die Zusammenarbeit wird dabei durch vier zentrale Kommissionen übernommen: die Gremienvorsitzendenkonferenz (GVK), die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) sowie die Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK).

Ein weiteres Organ ist die Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (kurz DLM).

 

 

 

Landesmediengesetze

Unter den Landesmediengesetzen sind für die in den einzelnen Bundesländern seit Mitte der 1980er Jahre in Kraft gesetzten gesetzlichen Regelungen zur Veranstaltung privaten Rundfunks und zur Errichtung entsprechender Kontrollinstanzen (Landesmedienanstalten) zusammengefasst. Als Teil des Medienrechts enthalten die Gesetze in vielen Fällen zudem Bestimmungen, etwa zur Frequenzzuweisung oder zur Einspeisung von Programmen in Kabelnetze, von denen die jeweiligen Landesrundfunkanstalten tangiert werden. Sie haben damit in einigen Fällen rechtliche Auseinandersetzungen ausgelöst, die bis vor das Bundesverfassungsgericht gingen. Einziges sozusagen Mehr-Länder-Mediengesetz ist der 1992 geschlossene Staatsvertrag über die Zusammenarbeit zwischen Berlin und Brandenburg im Bereich des Rundfunks, der u.a. ORB und SFB zu enger Kooperation verpflichtete. Wie die Landesrundfunkgesetze werden die Landesmediengesetze von den länderübergreifenden Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag aller Bundesländer überlagert.

ma

Die MA bezeichnet die Media-Analyse. Mit dieser wird die Medialeistung von Werbeträgern und die soziodemographischen Merkmale von Mediennutzern erarbeitet. Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse führt zweimal pro Jahr die Analyse durch und veröffentlicht dann die Ergebnisse.

 

 

Marken-Awareness / Markenbekanntheit

Die Marken-Awareness oder auch Markenbekanntheit beschreibt den Anteil von Personen, die eine bestimmte Marke kennen. Der internationale Begriff dafür lautet Brand Awareness. Der Wert der Bekanntheit wird in Prozent angegeben und beschreibt, wie viele Menschen sich an eine Marke erinnern können. Zur Erhebung wird zwischen zwei Arten unterschieden: die gestützte sowie die ungestützte Erhebung. Bei der gestützten wird die Markenliste vorgegeben, beim zweiten Verfahren liegt keine Markenliste vor, es wird aber meistens ein Produktbereich angegeben.

 

Markt-Media-Analyse

Die Markt-Media-Analyse ist eine Untersuchung, die Informationen sowohl zum Konsumverhalten von verschiedenen Zielgruppen als auch zur Mediennutzung erhebt. Beispielweise sind hier die AWA oder die VuMA zu nennen. So lässt sich das Kaufverhalten der Konsumenten mit der Mediennutzung der jeweiligen Personen vergleichen.

Marktanteil

Der Marktanteil im Fernsehen bezeichnet den Anteil der Sehdauer für einen bestimmten Sender, eine ausgewählte Sendung oder ein Zeitintervall an der Gesamtsehdauer. Zur Errechnung wird dabei ein Betrachtungszeitraum ausgewählt und die vorliegenden Daten für diesen zugrunde gelegt. Der Marktanteil lässt sich wie folgt ermitteln:

Media Control

Die Media Control GmbH ist der führende Dienstleister im Bereich der Medieninformationen. Gründer war Karlheinz Kögel, der 1977 in Baden-Baden mit der Chart-Ermittlung von Musik und Videos begann. Dies erfolgt durch die Erfassung der Ausstrahlung von z. B. Musiktiteln oder Kinobesucherzahlen. Bis heute haben sich die TOP-Listen auch auf die Bereiche Sport, TV, Musik, Buch, Kino und Social Media Analysen aber auch ebook-Downloads erweitert. Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) vermarktet Media Control die Fernsehquoten.

Seit 1992 verleiht Media Control den Deutschen Medienpreis. Dieser wird an Personen übergeben, die im Jahr eine besondere Bedeutung hatten oder die Gegenwart geprägt haben. Der Deutsche Medienpreis wurde u. a. bereits an Nelson Mandela, Bill Clinton, den Dalai Lama oder Kofi Annan verliehen.

 

Media Perspektiven

Media Perspektiven beobachtet, analysiert und dokumentiert die Lage und Entwicklung der Massenmedien in Deutschland und wird vom Intendanten des Hessischen Rundfunks herausgebracht. Als Teil der ARD-Werbung SALES & SERVICES (AS&S) hat sie ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die Fachzeitschrift Media Perspektiven erscheint seit 1970 einmal im Monat. Neben medienpolitischen und medienwissenschaftlichen Beiträgen enthält sie auch Informationen zur Werbung. Außerdem werden in unregelmäßigen Abständen Sonderpublikationen sowie die jährlich die Datensammlung Media Perspektiven Basisdaten herausgebracht. Die Media Perspektiven richtet sich an Entscheider und Multiplikatoren in Politik und Recht, Wirtschaft, Werbung, Medien/Journalismus, Markt-/Medienforschung und Wissenschaft.

 

 

Media-Analyse

Die Media-Analyse (kurz: MA) untersucht die Medialeistung von Werbeträgern sowie soziodemographische Merkmale der Mediennutzer. Sie dient damit als wichtige Grundlage zur Planung von Print und Hörfunk. Herausgegeben wird die MA von der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma). Zweimal pro Jahr wird die Media-Analyse durchgeführt und veröffentlicht. Dabei umfassen die Ergebnisse u. a. die Bereiche Audio, Radio, Fernsehen, Internet, Tageszeitungen und Plakat.

Mediaagentur

Eine Mediaagentur bietet ihren Kunden die Entwicklung und Durchführung der Mediaplanung sowie den Mediaeinkauf an. Dabei berät sie Unternehmen, wie diese ihren Werbeetat gezielt einsetzen können, um über die Massenmedien ihre Zielgruppe aufmerksamkeitsstark zu erreichen.

Mediagattung

In einer Mediagattung werden einzelne Medien zusammengefasst, die in wesentlichen Eigenschaften übereinstimmen. Klassische Mediagattungen sind zum Beispiel Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Fernsehen (auch Werbeträger genannt). Aufgrund ihrer enorm hohen Reichweite werden diese Medien auch als Massenmedien bezeichnet. Am Markt relevant sind weiterhin Plakate, Haushaltswerbung oder Filmtheater. In den letzten Jahren hat der digitale Werbemarkt stark zugenommen. Hierzu werden u. a. Social Ads, digitale Bannerwerbung oder Real Time Advertising gezählt.

Mediamix

Als Mediamix wird der Einsatz verschiedener Werbeträger in einer Kampagne bezeichnet. So lässt sich mithilfe einer optimalen Kombination verschiedener Medien das Ziel des Marketingplans erreichen. Zum Einsatz des Mediamixes wird die Buchung der einzelnen Werbeträger in einem Plan festgehalten.

Mediaplanung

Bei der Mediaplanung werden die Werbeträger gezielt ausgewählt, um dem angestrebten Marketingziel am besten gerecht zu werden. So kann der optimale Mediamix zusammengestellt werden. Die Auswahl ist dabei von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Die Bandbreite der hierbei angewandten Techniken reicht von der bloßen Intuition des Mediaplaners bis hin zu hochformalisierten Mediaselektionsprogrammen und Optimierungsmodellen. Ziel ist die Aufstellung eines Mediaplans, der bei gegebenem Werbebudget eine maximale Wirkung erzielt.

 

Mediastrategie

Die Gesamtheit der globalen Mittel und Wege, mit denen die Marketingziele eines Werbetreibenden erreicht werden sollen, wird als Mediastrategie bezeichnet. Allgemein bezieht sich der Begriff auf die Einsatzauswahl unterschiedlicher Medien der klassischen Werbung wie z. B. Zeitung, Radio, TV. In die Mediastrategie sollten immer alle Kriterien der hierarchisch darüberliegenden Strategien eingehen. Ist die Kommunikationsstrategie nicht schlüssig auf die Marketingstrategie und die Werbestrategie nicht schlüssig auf die Kommunikationsstrategie abgestimmt, dann kann auch die Mediastrategie nicht greifen. Die Werbestrategie gibt die Werbeziele vor, die von der Marktstellung des beworbenen Produkts abhängig sind. Werbeziele können z. B. sein: die Bekanntmachung, die Erhöhung des Bekanntheitsgrads, der Zugewinn von Marktanteilen, Imageaufbau oder -korrektur oder die Abwehr von Konkurrenten. Ist das Werbeziel festgelegt, so kann eine Strategie entwickelt werden, deren Mittelpunkt die Medienauswahl ist. Jedes Medium hat dabei eine eigene, selten austauschbare Funktion.

Mediazielgruppe

Um ein Produkt oder eine Dienstleistung erfolgreich zu bewerben, ist vorab die Festlegung der Mediazielgruppe unabdingbar. Dafür wird diese bestmöglich durch soziodemographische und soziosychologische Merkmale sowie das Konsumverhalten betreffende Merkmale aus Markt-Media-Analysen ( z. B. Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren mit eigenem Einkommen) abgebildet.

Mediendienstestaatsvertrag

Der Mediendienstestaatsvertrag vom 20.01./12.02.1997 trat am 01. August 1997 in Kraft und ersetzte den Bildschirmtext-Staatsvertrag von 1991. Er war bis 2007 die gemeinsame gesetzliche Grundlage aller Bundesländer für „das Angebot und die Nutzung von an die Allgemeinheit gerichteten Informations- und Kommunikationsdiensten (Mediendienste) in Text, Ton oder Bild“. Zusammen mit dem Teledienstegesetz des Bundes (kurz TDG) sollte ein einheitlicher Rahmen für Internet-Dienst geschaffen werden. Im Mediendienstestaatsvertrag wurden u. a. geregelt: Zulassungs- und Anmeldefreit von Mediendiensten, Informations- und Sorgfaltspflichten von Diensteanbietern, Auskunftsrechte von Diensteanbietern sowie Datenschutzregelungen. Der Mediendienstestaatsvertrag wurde mehrfach novelliert, bis er am 01. März 2007 außer Kraft gesetzt wurde.

 

Medienkommission

Die Medienkommission ist eine Sonderkommission der ARD, die 1967 gegründet wurde. In ihr vertreten sind neben den Landesrundfunkanstalten und der Programmdirektion Erstes Deutsches Fernsehen auch die ARD-Werbung. Zusammen mit ZDF-Vertretern bilden die Mitglieder dieses Gremiums die Kommission für Zuschauer-, Programm- und Medienforschung ARD/ZDF, von der gemeinsame Projekte im Bereich der Medienforschung initiiert und präsentiert werden.

Near Video-on-Demand

Near Video-on-Demand bezeichnet die zeitversetzte Ausstrahlung eines Films. Dieser läuft in mehreren Kopien nacheinander, so dass er in kurzen zeitlichen Abständen immer wieder neu beginnt (z. B. alle 15 Minuten). Die Intervalle sind dabei festgelegt. Der Kunde entscheidet, welche Filme er bei dieser Art des Pay-TV anschauen und abrufen möchte (Video-on-Demand).

Netto-Reichweite

Die Netto-Reichweite bezeichnet den Anteil der Nutzer eines Mediums oder mehrerer Medien, die mindestens einmal erreicht wurden. Doppel- und Mehrfachkontakte werden nicht mitgerechnet. Bei der Netto-Reichweite wird jede Person nur einmal berücksichtigt, unabhängig davon, wie viele Kontakte sie hatte. Die Berechnung erfolgt gemäß nachstehender Formel

Nielsen Single Source

Das Nielsen Single Source ist ein repräsentatives Panel, mit dem die deutsche Bevölkerung hinsichtlich ihres Konsum- und Medienverhaltens untersucht wird. Dafür wird das Verhalten von ca. 4.500 Haushalten (ca. 10.000 Personen) zugrunde gelegt. Seit 1992 wird das Panel von AC Nielsen angeboten. Ziel der Erhebung ist die Untersuchung des Einflusses von Werbung auf das Kaufverhalten. Nielsen Single Source ist das einzige Panel, welches sowohl die Fernsehnutzung als auch das Einkaufsverhalten von identischen Personen/Haushalten erforscht.

Nielsen-Gebiete

Die Nielsen-Gebiete bezeichnen einen Zusammenfassung von Bundesländern. Dabei werden diese auf ihre soziodemographischen Merkmale und Handelsstrukturen untersucht und regional in Gruppen eingeteilt. So bilden z. B. Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein die Gruppe Nielsen I. Mecklenburg-Vorpommern ist den Gruppen Nielsen V + Nielsen VI zugeordnet, zusammen mit Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Die Gebiete V und VI wurden im Januar 2008 zusammengelegt. Die Einteilung erfolgt durch The Nielsen Company und dient der Marktforschung und Werbung.

Öffentlich-rechtliches Fernsehen

Die Rundfunkanstalten des Bundes und der Länder sind Anstalten des öffentlichen Rechts. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat die Aufgabe, die Meinungsvielfalt sowie die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen, das heißt ein Programm zu bieten, das umfassend und in voller Breite informiert. Hauptsender sind die ARD und das ZDF. Finanziert wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk überwiegend über die Rundfunkgebühren, die jeder Haushalt mit Fernsehanschluß unabhängig von seiner TV-Nutzung – zu entrichten hat.2010 beschloß die Rundfunkkommission der Länder den geräteunabhängigen Beitrag für Wohnungen als auch Betriebsstätten. Rund fünf Prozent des Finanzbedarfs werden aus Werbung gedeckt, wobei die Fernsehwerbung maximal 20 Minuten täglich betragen darf. Zudem ist die Werbeschaltung nur werktags bis 20:00 erlaubt. Die Steuerungsorgane des öffentlich-rechtlichen Rundfunks sind der Rundfunkrat sowie der von diesem gewählte Intendant und der Verwaltungsrat.

OMG

OMG steht für Organisation Media Agenturen und bezeichnet den Verband der Mediaagenturen Deutschlands. Gegründet wurde die Organisation durch die GWA. Ziel ist die bessere Wahrnehmung der Belange der Agenturen. Derzeit sind 22 Mitglieder in der OMG zusammengeschlossen, u. a. folgende Agenturen: GROUPM Germany, Initiative Media, Mediacom, Mindshare Germany, Pilot Hamburg und Universal McCann.

 

OTS

Der Durchschnittskontakt wird auch als OTS (Opportunity To See) bezeichnet und beschreibt, wie oft mindestens einmal erreichte Personen mit einer Werbebotschaft erreicht wurden. OTS gehört neben der Netto-Reichweite und dem GRP (Gross Rating Point) zu den wichtigsten Kennzahlen in der Mediaplanung. Damit lässt sich der Erfolg einer Werbekampagne bewerten.  Oft werden diese mit einem bestimmten Volumen an OTS geplant, mit dem Ziel die Werbung erfolgreich im Markt zu platzieren.

 

Overspill

In der Fernsehbranche bezeichnet Overspill die Versorgung eines Bereiches mit Signalen (Empfangbarkeit) über die Ländergrenzen hinweg. Es entsteht durch die gleichmäßige Ausstrahlung von Radioleistung von der Sendestation weg, wobei auch Versorgungsgrenzen überschritten werden können. Dieses Overspill ist nicht vermeidbar. Gleichzeitig erzielt man damit aber auch eine höhere Reichweite und somit höhere Werbeeinnahmen.

 

OWM

1995 wurde die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (kurz: OWM) gegründet. Sie vertritt die Interessen der Werbung treibenden Wirtschaft gegenüber ihren Marktpartnern wie Sender, Verlage und Agenturen; politischen Entscheidungsträgern und der Medienforschung. Die OWM bemüht sich um  Freiheit der Kommunikation, transparente Geschäftsbeziehungen zwischen Marktpartnern sowie einen fairen Leistungswettbewerb in freien Werbemärkten. Mitglieder sind Lebensmittelkonzerne, Versicherungen, Banken, Autobauer und -dienstleister, Deutsche Bahn, Telefonanbieter und viele weitere Firmen. In Arbeitsgruppen werden wichtige Themen besprochen und sie dienen dem Informationsaustausch der Mitglieder untereinander. Regelmäßig wird dann an Vorstand, Mitgliederversammlung und Geschäftsstelle berichtet.

 

Panel

Ein gleichbleibender Kreis von Personen (Verbraucher, Händler oder Hersteller), die regelmäßig für Erhebungen herangezogen werden, wird als Panel bezeichnet. Dafür werden dieselben Instrumente zugrunde gelegt und über einen längeren Zeitraum die gleiche Methode angewandt. Beispiele sind u. a. das Nielsen Single Source oder das Handelspanel.

 

Pay Per Channel

Beim Pay Per Channel oder auch Pay-TV zahlt der Zuschauer für die Nutzung eines bestimmten Kanals eine monatliche oder jährlich Gebühr an den Programmanbieter. Dabei wird nicht berücksichtigt, wie oft der Kunde davon Gebrauch macht. Die Kosten fallen demnach unabhängig von der Nutzung an.

Pay Per View

Pay Per View ist eine Art des Pay-TV, bei dem der Zuschauer nur für die tatsächlich gesehene Sendung zahlt. Diese werden ihm zum angegebenen oder gewünschten Termin freigeschaltet. Im Gegensatz dazu steht das Pay Per Channel-TV, bei dem die Gebühr unabhänig von der Nutzung zu entrichten ist.

Aber auch bei der Bewerbung mit Bannern wird dieser Ausdruck verwendet. Die zu zahlenden Kosten richten sich dabei nach der Menge der Personen, die den Werbebanner auch tatsächlich gesehen haben.

Pay-TV

Pay-TV abgeleitet vom englischen Pay Television ist ein verschlüsselter Fernsehsender. Für den Empfang benötigt der Zuschauer einen Decoder und muss im Gegensatz zum Free-TV für die Nutzung des angebotenen Programms zahlen.

pc#tv

Auswertungssystem. Windows-basierte Software der GfK Fernsehforschung zur Auswertung von Daten zur Fernsehnutzung. Mit pc#tv können völlig flexibel Zielgruppen definiert werden, da personenindividuelle Nutzungsdaten zugrunde liegen (PIN-Daten). Die pc#tv-Familie enthält verschiedene Module, die unterschiedliche Auswertungsmöglichkeiten für programm- und werberelevante Fragestellungen bieten: pc#tv easy, pc#tv aktuell sowie das Tool pc#tv analyse, das dem Anwender darüber hinaus eine Reihe von Sonderauswertungen (wie Seherwanderungen oder Stammseherpotenziale) ermöglicht.

PIN-Daten

Personenindividuelle Nutzungsdaten (PIN-Daten) für die Fernsehnutzung, das heißt, für jedes einzelne Panelmitglied und jede zu untersuchende Sendung, jeden Werbeblock oder jedes Zeitintervall liegt nur ein Nutzungswert vor. Anhand dieser PINs können Zielgruppen individuell definiert werden, wodurch sich die Effizienz von Kampagnen steigern lässt.

Prime Time

Die Prime Time bezeichnet die Hauptsendezeit im Fernsehen, in der Regel von 20 bis 23 Uhr. Zu dieser Zeit ist die Zuschauerquote besonders hoch. Zur Schaltung von Werbung ist die Prime Time daher besonders beliebt.

 

Privates Fernsehen

Privates Fernsehen wird von privatwirtschaftlichen Unternehmen betrieben, die sich fast ausschließlich durch Werbeeinnahmen finanzieren. Im Gegensatz zu Öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern erhalten sie keine Rundfunkgebühren und somit für den Zuschauer kostenlos empfangbar. In Deutschland ist privates Fernsehen erst seit 1984 zugelassen. Die Lizenzen für das Betreiben eines Privatsenders erteilen die Landesmedienanstalten.

Product Placement

Unter Product Placement versteht man die Platzierung von Markenartikeln, Dienstleistungen oder bekannten Firmenzeichen in TV- und Kinoproduktionen zu werblichen Zwecken. In Deutschland ist Product Placement gemäß Rundfunkstaatsvertrag sowohl bei den öffentlich-rechtlichen als auch bei den privaten Sendern verboten. Nach den Werberichtlinien gilt die Darstellung von Produkten im redaktionellen Teil des Programms nicht als Product Placement, wenn es aus überwiegend programmlich-dramaturgischen Gründen sowie zur Wahrnehmung von Informationspflichten erfolgt.

Quota-Stichprobe

Die Quota-Stichprobe bezeichnet ein bestimmtes Verfahren in der Marktforschung zur Auswahl von zu befragenden Personen oder Haushalten nach genau definierten Kriterien wie zum Beispiel Alter oder Geschlecht. Der Interviewer selbst selektiert die Befragtenadressen nach den Vorgaben. Im Gegensatz zur Random-Stichprobe (Zufall) lässt sich die Repräsentativität nicht durch statistische Fehlerberechnung sichern. Die Quota-Stichprobe ist jedoch kostengünstiger.

Rabatt

Rabatt ist ein Preisnachlass, den die Medien Werbungtreibenden für die Abnahme bestimmter Volumina an Werbeplätzen/-zeiten anbieten. So unterscheidet man zum Beispiel zwischen dem Barrabatt und dem Naturalrabatt. Der Barrabatt ist ein Nachlass auf den Listenpreis; dafür wird der Kaufpreis um einen prozentualen Anteil gekürzt. Der Naturalrabatt in der Werbung ist ein Nachlass in Form von zusätzlichen kostenlosen Werbeplätzen/-zeiten.

Random-Stichprobe

Bei der Random-Stichprobe werden die zu befragenden Personen oder Haushalte nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Dabei hat jeder Einzelne der Grundgesamtheit die gleiche Chance, in die Stichprobe zu gelangen. Dem Interviewer werden die Befragtenadressen oder -telefonnummern genau vorgegeben. Im Gegensatz zur Quota-Stichprobe lässt sich die Repräsentativität durch statistische Fehlerberechnung sichern. Die Random-Stichprobe ist jedoch kostenintensiver.

Rangreihe

Mit der Rangreihe lassen sich in der Mediaplanung Medien, Zeitschienen oder Werbeblöcke nach der Größe von TKPReichweite oder Affinität zur vergleichenden Beurteilung ihrer Leistungsfähigkeit sortiert anordnen.

Rating

Rating ist ein branchenüblicher Begriff für die Sehbeteiligung. Es gibt an, wieviele Personen innerhalb eines Zeitraums z. B. eine Sendung durchschnittlich ferngesehen haben. In Deutschland wird die Sehbeteiligung als Absolutwert in Millionen und das Rating in Tausend angegeben. Der Wert wird oft auch als Einschaltquote bezeichnet.

Recognition

Die Recognition, auch Brand Recognition, bezeichnet das Wiedererkennen von  Werbemitteln und deren Inhalten bei Vorlage des Originals (bei TV-Spots meist das Storyboard).

Reichweite / Sehbeteiligung

Die Reichweite eines Werbeträgers wird in Millionen oder Prozent ausgewiesen und bezeichnet ganz generell den Anteil der Bevölkerung oder einer bestimmten Zielgruppe, der zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum Kontakte mit diesem Werbeträger hatte.

Response

Response (englisch: Antwort) bezeichnet die Reaktion von Zielpersonen auf eine Werbemaßnahme bei direkter Ansprache (durch DRTV-Spots, Couponanzeigen oder Direktmailings).

Rundfunkstaatsvertrag

Der am 31. August 1991 verabschiedete Rundfunkstaatsvertrag stellt das Kernstück der bundeseinheitlichen Rundfunkordnung der Länder dar. Er enthält die grundlegenden Regelungen für den öffentlich-rechtlichen und den privaten Rundfunk im dualen Rundfunksystem der Länder des vereinten Deutschland.

Segmentation

Die Segmentation ist ein statistisches Verfahren, das Personen/den Gesamtmarkt in Bezug auf ein Außenkriterium (zum Beispiel Fernsehnutzung) in Gruppen mit möglichst unterschiedlichen Merkmalen aufsplittet.

Sehdauer

Die Sehdauer bezeichnet die durchschnittliche Gesamtnutzungsdauer aller Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Im Gegensatz zur Verweildauer fließen in die Berechnung alle Personen in Fernsehhaushalten ein, unabhängig davon, ob sie ferngesehen haben oder nicht.

Seher

Allgemein versteht man unter einem Seher den Nutzer des Mediums Fernsehen. Laut ma handelt es sich um die Anzahl der Nutzer, die in einer durchschnittlichen werbungführenden halben Stunde mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen haben.

Die Definition nach AGF/GfK (früher: Netto-Reichweite) umfasst die Anzahl der Nutzer in einem bestimmten Zeitintervall, die mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen haben; unberücksichtigt bleibt, wie lange die Person ferngesehen hat. Die AGF hat den Begriff Netto-Reichweite 1999 durch den Begriff ersetzt. Über die oben genannten Definitionen hinaus wird der Seher in der Praxis frei, d.h. häufig im engeren Sinn definiert (zum Beispiel Nutzer, die mindestens 50 Prozent einer Sendung gesehen haben, Stammseher, Vielseher, Langzeitseher, Heavy User).

Semiometrie

Die Semiometrie ist ein Verfahren zur qualitativen Beschreibung von Zielgruppen. Es basiert auf der Annahme, dass Wertvorstellungen von Menschen durch die Beurteilung von Begriffen abgebildet werden können. Als Indikatoren dienen 210 Wörter, die das Ergebnis von Textanalysen fundamentaler Werke sind und den Empfindungsraum von Menschen abdecken.

Set-Top-Box

Set-Top-Box lässt sich übersetzen mit „Draufstellbox“. Allgemein bezeichnet der Ausdruck Set-Top-Box ein Zusatzgerät zum Fernsehapparat, das dessen Funktionen erweitert. Es kann sich zum Beispiel um Satellitenempfänger, Decoder für den Empfang von Digitalfernsehprogrammen, Web-TV (Internetanschluss für den Fernseher) oder Pay-TV-Decoder handeln. Set-Top-Boxen übernehmen Funktionen wie die Dekomprimierung und Entschlüsselung von Daten, die Digital-analog-Umwandlungen, die Rückkanalverwaltung und die Abrechnung bei Pay-per-View-Programmen.

Single Source

Single Source ist eine Untersuchung, in der unterschiedliche Daten zu Mediennutzung, Konsumverhalten, Zielgruppen etc. aus einer Erhebung stammen. Das heißt, sie wurden bei denselben Personen abgefragt oder gemessen. Bei Multiple-Source-Untersuchungen werden Daten aus unterschiedlichen Quellen beispielsweise über eine Fusion zusammengeführt.

Sinus-Milieus

Die Sinus-Milieus sind Basis-Zielgruppen für das Marketing. In ihnen werden Menschen zusammengefasst, die sich in Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Grundlegende Wertorientierungen werden dabei ebenso berücksichtigt in der Analyse wie Alltagseinstellungen (zu Arbeit, Familie, Freizeit, Konsum). Nicht berücksichtigt werden hingegen formale demographische Kriterien wie Schulbildung, Beruf oder Einkommen. Seit 1. Januar 2000 sind Sinus-Milieus in das AGF/GfK-Fernsehpanel integriert und stehen in den AGF-Auswertungssystemen zur Verfügung. Als Alternative zu bisherigen Zielgruppenauswertungen, die überwiegend auf soziodemographischen Merkmalen beruhen, kann Fernsehnutzung nun milieubezogen analysiert werden.

Seit über 30 Jahren erforscht das Sinus-Institut den Wandel von Werten und Lebenswelten der Menschen. Daraus entwickelten sich die Sinus-Milieus. Durch flexiblere Arbeit und Privatleben, die zunehmende Digitalisierung im Alltag und die Veränderung klassischer Familienstrukturen verändern sich diese. Daher wird das Modell der Milieus laufend an die Veränderungen der Gesellschaft angepasst. Mithilfe der Sinus-Milieus können Marketing, Produktentwicklungen und Kommunikation an die Zielgruppen angepasst werden. Die Informationen werden von Medienunternehmen, Werbe- und Media-Agenturen, aber auch Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden genutzt.

Social Advertising

Social Advertising auch soziale Appelle genannt sind im Rundfunkstaatsvertrag geregelt. Hierzu zählen unentgeltliche Werbespots oder Sendungen, die zu sozial erwünschtem Verhalten auffordern. Die sind Aufrufe, die die Gesundheit, die Sicherheit der Verbraucher oder den Umweltschutz fördern sowie Aufrufe zu Spenden für wohltätige Zwecke. Erlaubt sind nur soziale Aufforderungen, verboten ist die Bewerbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art.

Unentgeltliche Werbespots, die die Gesundheit, die Sicherheit der Verbraucher oder den Schutz der Umwelt fördern, sowie Aufrufe zu Spenden für wohltätige Zwecke. Zulässig sind nur soziale Appelle, verboten ist hingegen Werbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art.

Als social Advertising wird auch Werbung in verschiedenen Kanälen der sozialen Netzwerken wie z. B. Facebook bezeichnet.

 

Sonderwerbeform

Sonderwerbeform bezeichnet eine spezielle Art der Werbung, die sich durch ihre Art, Inhalte, Länge und Präsentation von klassischer Werbung unterscheidet. Im Fernsehen sind dies z. B. Sponsoring oder Splitscreen; in Printmedien sind dies. z. B. Vorschaltseiten oder Sonderformat-Anzeigen.

Soziodemographische Merkmale

Soziodemographische Merkmale sind quantitive Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe unter sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Familienstand, Haushaltsgröße oder Schulbildung. In Form von Marktforschung werden Stichproben innerhalb der Bevölkerung gezogen, um dann mehr über die Verteilung der verschiedenen Merkmale zu erfahren. Somit können Werbemaßnahmen entsprechend angepasst werden.

Soziopsychologische Merkmale

Soziopsychologische Merkmale sind qualitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe, wie Verhalten und Einstellungen. Diese werden bei Interaktionen der Personen mit der Umwelt sichtbar. Die Merkmale wirken sich auf das Konsumentenverhalten aus.

Spartenprogramm

Ein Spartenprogramm ist im Gegensatz zum Vollprogramm nicht verpflichtet, alle klassischen TV-Programmressorts wie Information, Kultur, Bildung, Sport und Unterhaltung in ihren Sendungen zu berücksichtigen. Inhaltlich und programmlich orientieren sich Spartenkanäle an definierten Zielgruppen und speziellen Interessengebieten, wie Programme für Kinder, Sport, Nachrichten/Information, Spielfilme oder Musik. Dies hat auch zur Folge, dass die Lizenzierungsbedingungen für Spartensender wesentlich großzügiger sind. Ein Rundfunk- oder Fernsehsender muss schon bei der Einholung der Zulassung angeben, ob er ein Spartenprogramm oder ein Vollprogramm anbieten wird.

Spartenprogramme entwickelten sich zuerst in den USA. Seit 1984 existiert der Begriff auch in Deutschland. Die Landesmedienanstalten unterscheiden verschiedenen Kategorien. Dazu gehören: Dokumentation, Kinder, Musik, Nachrichten, Sport, Unterhaltung sowie weitere Themen. Vor allem aufgrund des Pay TV hat sich die Auswahl an Spartenprogrammen in den letzten Jahren enorm vervielfacht.

Splitscreen

Splitscreen steht für einen geteilten Bildschirm. Mithilfe dieser Technik ist es möglich, das Programm und die Werbung zeitgleich auszustrahlen. Seit dem In-Kraft-Treten des vierten Rundfunkstaatsvertrages am 1. April 2000 ist dies zulässig. Eine eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung der Werbung ist erforderlich. Unabhängig von der Größe muss die Werbung im geteilten Screen auf die Dauer der Spotwerbung angerechnet werden.

Ein Beispiel für Splitscreen sind z. B. Live-Sportübertragungen. Das Sport-Ereignis wird auf dem Bildschirm gezeigt, während in einer Ecke die Werbung eingeblendet wird. Auch in Nachrichten wird diese Methode genutzt, um verschiedene Interviewpartner zu interviewen, die sich an unterschiedlichen Orten befinden.

Sponsoring

Sponsoring bezeichnet eine Kooperation zumeist zwischen Werbungtreibenden und Medien. Im Fernsehbereich ist Sponsoring als Sonderwerbeform eine eigenständige Form der direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung. Bei gesponserten Sendungen muss zu Beginn und/oder am Ende der Sendung in vertretbare Länge auf die Finanzierungen durch den Sponsor hingewiesen werden. Im Gegensatz zu sonstigen Sonderwerbeformen unterliegt Sponsoring keiner zeitlichen Beschränkung. Für das Programmsponsoring gibt es besondere Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag und in den Werberichtlinien der Landesmedienanstalten.

 

Spot

Ein Spot ist eine klassische Werbeform im Radio oder Fernsehen. Dabei wird das Programm im Hörfunk, TV oder auch im Kino durch einen kurzen Text, ein Audio oder einen Film unterbrochen, um etwas zu bewerben.

 

Stichprobe

Als Stichprobe bezeichnet man eine Auswahl einer Untersuchungseinheit aus der Grundgesamtheit nach bestimmten Methoden wie Random-Auswahl oder Quota-Auswahl. Mithilfe der ausgewählten Teilmengen lassen sich Rückschlüsse auf die Grundgesamtheit schließen.

Storyboard

Ein Storyboard oder auch Szenenbuch genannt legt schriftlich und teilweise auch illustriert das gesamte Werbespotkonzert fest. Dabei werden alle Schritte von der Idee über den Drehort bis hin zu Text, Ton und Schnitt festgehalten.

Streuplan

Der Streuplan gibt einen Überblick über die Verteilung einzelner Werbemaßnahmen innerhalb einer Kampagne. In diesem werden z. B. aufgeführt zu welchem Zeitpunkt in welchem Zeitraum mit welcher Frequenz und in welchen Werbeträgern welche Werbemittel eingesetzt werden. Im Streuplan werden die Werbeziele als auch die Zielgruppe mit einbezogen. Ziel ist eine effiziente Werbung ohne Streuverluste.

 

Stripping

In der Fernsehbranche versteht man unter Stripping die Ausstrahlung von Serien an bestimmten Tagen zur selben Tageszeit. Es bezieht sich neben der Bündelung von Serien zu Programmflächen auch auf die Zusammenfassung von Spielfilmen zu Reihen – horizontal über die Woche oder vertikal über den Tag.

Strukturanteil

Der Strukturanteil ist der prozentuale Anteil einer Teil-Zielgruppe an der Gesamtzahl der Zielpersonen. Im Fernsehbereich wird zur Berechnung des Strukturanteils die Programmreichweite der Zielgruppe (beispielsweise Erwachsene 14-49 Jahre) ins Verhältnis gesetzt zur Programmreichweite der Basiszielgruppe (beispielsweise Zuschauer 3+).

Tandemspot

Neben dem klassischen Werbespot gibt es den Tandemspot. Dieser setzt sich aus zwei oder mehr Spots mit identischer oder sich ergänzender Werbebotschaft zusammen und werden kurz aufeinanderfolgend innerhalb eines Werbeblocks ausgestrahlt. Ziel ist dabei die Erhöhung der Werbewirkung. Der Tandemspot kann auf verschiedene Weise gestaltet werden. Entweder gibt es einen kurzen Teaser auf den der Hauptspot folgt oder es wird zuerst der Hauptspot ausgestrahlt und im Anschluss von einem Reminder ergänzt. Zwischen dem Hauptspot und dem Reminder wird ein Fremdspot zwischengeschaltet.

Teaser

Ein Teaser bezeichnet allgemein ein aufmerksamkeitssteigerndes Werbeelement. Ziel ist es dabei, das Interesse zu wecken. Teaser können in verschiedenen Varianten auftreten. Im Radio oder Fernsehen wird ein kurzer Clip abgespielt, um einen Beitrag zu bewerben. Im Journalismus soll über einen anreizenden Text (englisch to tease = reizen) neugierig machen. Im Marketing werden Teaser eingesetzt, um die Zielgruppe zu erreichen und mithilfe eines geheimnisvollen Beitrags eine Kampagne bewerben.

Technische Reichweite

Die technische Reichweite bezeichnet die theoretische Gesamtzahl von Haushalten innerhalb eines Gebietes in Millionen oder Prozent, die technisch dazu in der Lage wäre, einen Hörfunk- oder Fernsehsender zu empfangen. Es wird also nur die Verfügbarkeit eines Anschlusses und/oder Signals geprüft. Dabei bleibt unberücksichtigt, ob alle Haushalte innerhalb der technischen Reichweite ein Radio oder einen Fernseher besitzen oder den betreffenden Sender auch an einem Empfangsgerät im Haushalt eingestellt haben.

Im Gegensatz dazu spricht man von Empfangspotenzial, sobald der betreffende Sender am Fernsehgerät oder Radio auch wirklich eingestellt ist. Im System der AGF/GfK Fernsehforschung wird nicht die technische Reichweite ausgewiesen, sondern das Empfangspotenzial.

Telepromotion

Die Telepromotion gehört zu den Sonderwerbeformen und zählt zu den Dauerwerbesendungen. Hierzu gehören auch Infomercial und Teleshopping. Alle unterliegen den Bestimmungen für Dauerwerbesendungen und müssen dauerhaft während ihrer Ausstrahlung als Werbesendung ausgewiesen werden. Für Telepromotion wird Werbung für Waren oder Dienstleistungen redaktionell gestaltet.

 

Teleshopping

Teleshopping (englisch Ferneinkaufen oder auch Homeshopping genannt) ist eine Fernseh-Einkaufssendung. Bei dieser erhalten die Zuschauer die Möglichkeit, die während der Sendung vorgestellten Produkte telefonisch, per Fax, per Mail oder in einem Onlineshop zu bestellen. Nach der im Juni 1997 geänderten EU-Fernsehrichtlinie, die erstmals spezifische Regelungen zum Teleshopping enthält, fallen diese Spots künftig auch unter die Beschränkung des stündlichen Werbevolumens (Werberichtlinien); Teleshopping-Fenster hingegen sind im Umfang von maximal drei Stunden und acht Fenstern pro Tag erlaubt, wobei ein Fenster mindestens 15 Minuten lang sein muss. Nach der neuen Richtlinie sind außerdem reine Einkaufs-Sender ohne Werbezeitbeschränkungen zulässig.

Teleshopping nutzt das Prinzip der Impulskäufe. Durch interaktive Elemente soll eine Bindung zum Kunden hergestellt und verfestigt werden, so dass Stammkäufer sich an den Fernsehshop binden und regelmäßig etwas kaufen. In Deutschland zählen u. a. HSE24, QVC, Juwelo TV und Channel 21 zu den Shopping-Sendern. Neben den Sendern mit einem breitgefächerten Produktangebot wie Küchenprodukte, Werkzeuge, Mode, Schmuck, Kosmetik, Multimedia-Artikel und mehr haben sich in den letzten Jahren auch spezialisierte Einkaufssender entwickelt wie z. B. sonnenklar.TV oder Voyages Television, die ausschließlich Reisen anbieten.

Testimonial

Testimonial (englisch Zeugnis) ist ein Werbeformat, in dem die Produktbotschaft durch persönliche Erfahrungsberichte vermittelt wird. Dieses kann durch bekannte Persönlichkeiten (Celebrity Testimonial) oder Normalverbraucher (Real People Testimonial) erfolgen. Durch diese Werbebotschafter soll die Glaubwürdigkeit der Werbebotschaft sowie der Abverkauf erhöht werden. Neben VIPs werden auch fiktive Persänlichkeiten genutzt. Dies waren z. B. Klementine und Herr Kaiser.

Timeslot

Ein Timeslot (englisch für Zeitfenster) bezeichnet in der Fernsehbranche eine Sendezeit, in der ein bestimmtes Programm gesendet wird.

TKP

TKP ist die Abkürzung für Tausendkontaktpreis. Dieser gibt an, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 Kontakte in der Zielgruppe zu erzielen. Er gilt als Maßstab für die Rentabilität, Preiswürdigkeit oder Wirtschaftlichkeit eines Mediums. Der TKP gehört zu den Kennzahlen in der Mediaplanung.

In Auswertungen der AGF/GfK Fernsehforschung wird der TKP in der Regel auf Basis der Sehbeteiligung und 30 Sekunden berechnet.

TNP

TNP ist die Abkürzung für Tausendnutzerpreis. Dieser gibt an, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 verschiedene Personen in der Zielgruppe zu erreichen. Er gilt Maßstab für die Rentabilität, Preiswürdigkeit oder Wirtschaftlichkeit einer Kampagne und gehört somit zu den wichtigen Kennzahlen in der Mediabranche. Der TNP berechnet sich wie folgt:

Trailer

Trailer sind Ankündigungsspots für bestimmte Programmformate oder einen Sender. Sie sind ein wichtiger Bestandteil der On-Air-Promotion. Trailer weisen vor oder nach der Werbung auf weitere Sendungen hin. Sie zählen zur Eigenwerbung und bleiben bei den Werbezeiten unberücksichtigt.

TV-Control

TV-Control ist eine Sofware zur Planung und Kontrolle von TV-Kampagnen. Als Basis dienen die AGF/GfK-Daten wie z. B. die Netto-Sehbeteiligung, GRP und TKP. Die Planung der Werbekampagnen erfolgt auf Basis der Werbeblöcke oder Programmumfelder.

Typologie

Die Typologie oder auch Typenlehre ist ein Hilfsmittel, um Personen mit ähnlichen oder gemeinsamen Merkmalen zusammenzufassen. Im Marketing kann so die Grundgesamtheit in homogene Gruppen oder Typen eingeteilt werden (Cluster-Analyse).

VA

VA steht für Verbraucheranalyse. Sie wurde von der Verlagsgruppe Bauer und dem Axel-Springer-Verlag herausgegeben. Einmal jährlich wurde die Markt-Media-Analyse durchgeführt. Ziel war es, die Mediennutzung und das Konsumverhalten der Erwachsenen ab 14 Jahren zu untersuchen. Bis 2012 bot die VA einen detaillierten Einblick in das Konsumverhalten und die Mediennutzung der Deutschen. Als Basis für die Verbraucheranalysen wurden die Ergebnisse von Befragungen von über 30.000 Personen zugrunde gelegt. Im Gegensatz zur AWA hat die Verbraucheranalyse auch Marken abgefragt. 2013 wurde die VA durch eine neue Planungsstudie – best for planning – ersetzt.

Verweildauer

Die Verweildauer gibt an, wie lange bestimmte Personen über einen bestimmten Zeitraum ein Medium tatsächlich genutzt haben. Also wie lange durchschnittlich ferngesehen, Radio gehört oder eine Zeitung gelesen wurde. Im Gegensatz dazu steht die Sehdauer. Hier werden in die Dauer auch Personen berücksichtigt, die das Medium gar nicht genutzt haben.

 

Video-on-Demand

Video-on-Demand bezeichnet eine Art des Pay-TV, bei dem der Kunde die angebotenen Sendungen zu einem beliebigen Zeitpunkt gegen Gebühr abrufen kann. Dies kann durch direktes Herunterladen oder per Streaming erfolgen.

Virtuelle Werbung

Durch virtuelle Werbung ist es möglich, mithilfe von digitaler Übertragungstechnik, Werbeflächen auf oder an Sportfeldern für TV-Werbung zu nutzen. Dafür wird die Werbung durch die Sendezentrale auf diese Bereiche projiziert. Auf diese Weise können bei internationalen Sportevents ganz gezielt gewünschte regionale, nationale oder internationale Publikumgsgruppen angesprochen werden. Meist werden Logos von Firmen abgebildet. Bei der virtuellen Werbung ist darauf zu achten, dass diese nur auf bereits vorhandenen Werbeflächen in der bereits vorhandenen Form (statisch oder bewegt) eingeblendet werden darf.

Vollprogramm

Ein Vollprogramm beinhaltet im Gegensatz zu Spartenprogrammen eine Vielzahl an Inhalten, wobei Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des TV-Programms bilden. Die Einteilung in Voll- oder Spartenprogramm ist im Rundfunkstaatsvertrag definiert.

VPRT

VPRT ist die Abkürzung für Verband privater Rundfunk und Telekommunikation e. V.. Die VPRT firmiert seit dem 20. Mai 2018 als VAUNET – Verband Privater Medien e. V.. Der Wirtschaftsverband und Interessenvertretung privater Anbieter von Radio, Fernsehen und Mediendiensten wurde am 1. Oktober 1990 gegründet. VAUNET steht für Video, Audio und Network. Mehr als 150 Mitglieder gibt es aktuell. VAUNET möchte sich verstärkt auf die Entwicklung der Märkte für audiovisuellen Medien ausrichten und die Rahmenbedingungen national als auch auf europäischer Ebene mitgestalten.

VuMA

VuMA steht für Verbrauchs- und Medienanalyse und ist ein Markt-Media-Planungssystem für elektronische Medien. Die Analyse wird im Auftrag von ARD Werbung Sales & Services, ZDF Werbefernsehen und RMS (Radio Marketing Service, Hamburg) durchgeführt. Bei halbjährlichen Befragungen im Umfang von jeweils rund 6.000 Interviews werden Konsumdaten zur Mediaplanung für Fernsehen und Hörfunk ermittelt. Die VuMA-Konsuminformationen werden mit den Nutzungsdaten des AGF/GfK-Fernsehpanels und der ma Mediaanalyse für Hörfunk fusioniert, um auch qualitative Zielgruppenbestimmungen zu ermöglichen.

Weitester Seherkreis (WSK)

Weitester Seherkreis (kurz WSK) bezeichnet die kumulierte Seherschaft, die innerhalb der letzten zwei Wochen mindestens eine Minute konsekutiv einen Sender oder eine Sendung gesehen hat. Auch hier ist in der Praxis eine freie Definition durchaus üblich. Fälschlicherweise wird der weiteste Seherkreis ab und zu mit den Begriffen Empfangbarkeit oder Technische Reichweite gleichgesetzt.

Werbe-Awareness

Mit der Werbe-Awareness (Bewusstheit) werden die Personen einer Zielgruppe bezeichnet, die sich an eine Kampagne oder ein Motiv eines Werbemittels erinnern. Mit diesem Faktor kann die Wahrnehmung von Werbekampagnen bei der Zielgruppe belegt werden. Die Erhebung des prozentualen Anteils kann auf zwei verschiedenen Arten erfolgen.

  • Gestützte Erhebung: Vorgabe einer Markenliste
  • Spontane Erhebung: Ohne Vorgabe einer Markenliste, meist wird aber ein Produktbereich vorgegeben

Werbeblock

Ein Werbeblock besteht aus mehreren – mindestens zwei – Werbespots, die im Radio oder Fernsehen geschaltet werden. In Ausnahmefällen sind auch Einzelspots zulässig (Werberichtlinien). Meistens werden zwei bis drei Werbeblöcke pro Stunde ausgestrahlt. Spots, die an erster oder letzter Stelle geschalten werden, erhalten mehr Aufmerksamkeit und sind daher bei der Buchung von Werbekampagnen begehrt.

Man unterscheidet verschiedene Arten von Werbeblöcken:

  • Flankierer oder Scharnier-Inseln, die vor oder nach einer Sendung platziert sind oder
  • Unterbrecher-Werbeblöcke, die innerhalb einer Sendung liegen

 

Werbedruck

Der Werbedruck bezeichnet das (quantitative) Ausmaß der Konfrontation der Zielgruppe mit Werbeträgern und Werbemitteln. Oder anders formuliert, wie stark die Werbung auf die Zielgruppe einwirkt. Die Messung erfolgt durch Befragung oder anhand des finanziellen Volumens für Werbeinvestitionen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Der Werbedruck wird in GRP gemessen.

Werbeintensität

Die Werbeintensität beschreibt das Verhältnis der Netto-Werbeeinnahmen der Werbeträger zum nominalen Bruttoinlandsprodukt eines Landes.

Werbeinvestitionen

Unter den Brutto-Werbeinvestitionen versteht man die Aufwendungen der Werbungtreibenden für die reine Werbeschaltung, also ohne die Produktionskosten für die Kreativagentur und ohne Berücksichtigung von eventuell gewährten Rabatten. Sie errechnen sich beim TV aus dem Volumen der platzierten Werbung, multipliziert mit den jeweiligen Preisen für die Werbeschaltung. Um die Netto-Werbeinvestitionen auszuweisen, werden von den Brutto-Werbeinvestitionen die Mittlerprovision für die Mediaagenturen sowie Kundenmengenrabatte (Rabatt) abgezogen. Die Netto-Werbeinvestitionen stellen die effektiven Umsätze der Sender oder Verlage dar und werden vom ZAW jährlich im Mai getrennt nach Mediengattungen und Werbeträgern veröffentlicht.

Werbemittel

Unter Werbemittel versteht man die Form einer Werbeboschaft wie zum Beispiel eine Anzeige, Funkspot, TV-Spot, Kinospot oder Plakat. Um das richtige Werbemittel für eine Kampagne auszuwählen, wird berücksichtigt welche Zielgruppe erreicht werden soll. Auch der Werbeträger wird entsprechend der Zielpersonen ausgewählt.

 

Werbemittelkontakt

Der Werbemittelkontakt bezeichnet die Größe, wie viele Nutzer eines Mediums mit einem konkreten Werbemittel Kontakt hatten, das heißt mindestens irgendetwas darin wahrgenommen haben.

Werbemonitor

Unter Werbemonitor versteht man die regelmäßige (meist monatliche) Erhebung von Werbe- und Marken-Awareness für abgegrenzte Produktbereiche oder Marken zur Wirkungskontrolle von Werbekampagnen. Grundsätzliches Interpretationsproblem: Abschätzung der Wirkungsanteile, die dem Werbemittel beziehungweise dem Mediaeinsatz zuzuschreiben sind.

Werbeträger

Ein Werbeträger ist das Medium, um eine Werbebotschaft zu überbringen: Print (Zeitschrift und Zeitung), Funk, Fernsehen, Kino, Teletext, Online, Plakattafeln und -säulen.

Werbetrenner

Ein Werbetrenner bezeichnet eine drei bis vier Sekunden lange Einblendung zur in den Werberichtlinien geforderten optischen Abgrenzung von Programm und Werbung (z. B. ZDF Mainzelmännchen). Werbetrenner sind ein zunehmend wichtiges Element des On-Air-Auftritts der Sender.

Werbewirkung

Die Werbewirkung ist die Wirkung der ausgestrahlten Werbung auf individuelle Einstellungen und Verhaltensweisen in der Zielgruppe. Die Wirkung kann als Werbe-Marken-Awareness, Markensympathie, Image, Kaufabsicht oder Kauf gemessen werden. Diverse Einflussfaktoren wie der Werbeträger, das Werbemittel oder die Kontakthäufigkeit spielen dabei eine wichtige Rolle. Neben einigen generalisierten Forschungsergebnissen wird hier in der Mediaplanung vor allem auf individuelle Erfahrungen aus der Praxis zurückgegriffen. Je höher die Werbewirkung, je höher der Absatz bzw. Umsatz.

Werbewirkungsforschung

Die Werbewirkungsforschung ist ein Teilgebiet der Marktforschung und beschäftigt sich grundsätzlich mit Werbung und deren Wirkung auf die Konsumenten und befasst sich mit jeglicher Art von Reaktion, mit der die von der Werbung „berührten“ Personen auf Reize der Werbemittel in ihrem inneren oder äußeren Verhalten reagieren.

Wirksame Reichweite

Die wirksame Reichweite bezeichnet die Zielpersonen, die erreicht werden konnten. Dabei werden zwei Arten unterschieden. Zum Einen der Anteil der Personen in einer Zielgruppe in Millionen oder Prozent, die mindestens eine bestimmte Anzahl an Durchschnittskontakten aufweisen. Zum Anderen der Anteil der Personen in einer Zielgruppe in Millionen oder Prozent mit Werbe-Awareness.

ZAW

ZAW ist die Abkürzung für Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V.. Dieser Verband vereint sämtliche zur Werbewirtschaft zählende Gruppen und vertritt deren Interessen. Zudem stellt der ZAW alljährlich die Netto-Werbeinvestitionen aller Werbeträger und Mediagattungen fest. Der ZAW hat seinen Sitz in Berlin.

 

Zielgruppe

In einer Zielgruppe wird die Grundgesamtheit (z. B. der deutschen Wohnbevölkerung) auf einen bestimmten Personenkreis nach soziodemographischen, psychographischen oder konsumrelevanten Merkmalen eingegrenzt.