
Medialexikon
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Segmentation
Statistisches Verfahren, das Personen in Bezug auf ein Außenkriterium (zum Beispiel Fernsehnutzung) in Gruppen mit möglichst unterschiedlichen Merkmalen aufsplittet.
Sehdauer
Durchschnittliche Gesamtnutzungsdauer aller Personen innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Im Gegensatz zur Verweildauer fließen in die Berechnung alle Personen in Fernsehhaushalten ein, unabhängig davon, ob sie ferngesehen haben oder nicht.

Seher
Allgemein: Nutzer des Mediums Fernsehen.
Definition nach ma:
Anzahl der Nutzer, die in einer durchschnittlichen Werbung führenden halben Stunde mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen haben.
Definition nach AGF/GfK:
früher: Netto-Reichweite.
Anzahl der Nutzer in einem bestimmten Zeitintervall, die mindestens eine Minute konsekutiv ferngesehen haben; unberücksichtigt bleibt, wie lange die Person ferngesehen hat. Die AGF hat den Begriff Netto-Reichweite 1999 durch den Begriff Seher ersetzt.
Über die oben genannten Definitionen hinaus wird der Seher in der Praxis frei, d.h. häufig im engeren Sinn definiert (zum Beispiel Seher, die mindestens 50 Prozent einer Sendung gesehen haben, Stammseher, Vielseher, Langzeitseher, Heavy User).
Seherstruktur
Zusammensetzung der Seherschaft eines Senders/einer Sendung in Prozent nach bestimmten, meist soziodemographischen Merkmalen (Strukturanteil).
Semiometrie
Verfahren zur qualitativen Beschreibung von Zielgruppen. Es basiert auf der Annahme, dass Wertvorstellungen von Menschen durch die Beurteilung von Begriffen abgebildet werden können. Als Indikatoren dienen 210 Wörter, die das Ergebnis von Textanalysen fundamentaler Werke sind und den Empfindungsraum von Menschen abdecken.
Set-Top-Box
"Draufstellbox". Allgemein bezeichnet der Ausdruck Set-Top-Box ein Zusatzgerät zum Fernsehapparat, das dessen Funktionen erweitert. Es kann sich zum Beispiel um Satellitenempfänger, Decoder für den Empfang von Digitalfernsehprogrammen, Web-TV (Internetanschluss für den Fernseher) oder Pay-TV-Decoder handeln. Set-Top-Boxen übernehmen Funktionen wie die Dekomprimierung und Entschlüsselung von Daten, die Digital-analog-Umwandlungen, die Rückkanalverwaltung und die Abrechnung bei Pay-per-View-Programmen.
Single Source
Unterschiedliche Daten zu Mediennutzung, Konsumverhalten, Zielgruppen etc. stammen aus einer Erhebung, das heißt, sie wurden bei denselben Personen abgefragt oder gemessen. Bei Multiple-Source-Untersuchungen werden Daten aus unterschiedlichen Quellen beispielsweise über eine Fusion zusammengeführt.
Sinus-Milieus
Die Sinus-Milieus sind Basis-Zielgruppen für das Marketing. Sie fassen Menschen zusammen, die sich in Lebensauffassung und Lebensweise ähneln. Grundlegende Wertorientierungen gehen dabei ebenso in die Analyse ein wie Alltagseinstellungen (zu Arbeit, Familie, Freizeit, Konsum).
Unberücksichtigt bleiben hingegen formale demographische Kriterien wie Schulbildung, Beruf oder Einkommen. Seit 1. Januar 2000 sind Sinus-Milieus in das AGF/GfK-Fernsehpanel integriert und stehen in den AGF-Auswertungssystemen zur Verfügung. Als Alternative zu bisherigen Zielgruppenauswertungen, die überwiegend auf soziodemographischen Merkmalen beruhen, kann Fernsehnutzung nun milieubezogen analysiert werden.
Social Advertising
Unentgeltliche Werbespots, die die Gesundheit, die Sicherheit der Verbraucher oder den Schutz der Umwelt fördern, sowie Aufrufe zu Spenden für wohltätige Zwecke. Zulässig sind nur soziale Appelle, verboten ist hingegen Werbung politischer, weltanschaulicher oder religiöser Art.
Sonderwerbeform
Spezielle Werbeform, die sich durch Art, Inhalt, Länge und Präsentation vom klassischen TV-Spot unterscheidet (z. B. Splitscreen, Sponsoring).
Soziodemographische Merkmale
Quantitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe unter sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Familienstand, Haushaltsgröße oder Schulbildung.
Soziopsychologische Merkmale
Qualitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe, wie Verhalten und Einstellungen.
Spartenprogramm
In Abgrenzung zum Vollprogramm sind Spartenprogramme nicht verpflichtet, alle klassischen TV-Programmressorts wie Information, Kultur, Bildung, Sport und Unterhaltung in ihren Sendungen zu berücksichtigen. Inhaltlich und programmlich orientieren sich Spartenkanäle an definierten Zielgruppen und speziellen Interessengebieten, wie Programme für Kinder, Sport, Nachrichten/Information, Spielfilme oder Musik. Dies hat auch zur Folge, dass die Lizenzierungsbedingungen für Spartensender wesentlich großzügiger sind.
Splitscreen
Zeitgleiche Ausstrahlung von Werbung und Programm, die seit dem In-Kraft-Treten des vierten Rundfunkänderungsstaatsvertrags am 1. April 2000 zulässig ist. Es ist eine eindeutige optische Trennung und Kennzeichnung der Werbung erforderlich. Die Werbung im Splitscreen ist unabhängig von deren Größe auf die Dauer der Spotwerbung anzurechnen.
Sponsoring
Kooperation zumeist zwischen Werbung Treibenden und Medien. Im Fernsehbereich ist Sponsoring als Sonderwerbeform eine eigenständige Form der direkten oder indirekten Finanzierung einer Sendung. Bei gesponserten Sendungen muss zu Beginn und/oder am Ende der Sendung in vertretbarer Länge auf die Finanzierung durch den Sponsor hingewiesen werden. Sponsoring unterliegt im Gegensatz zu sonstigen Sonderwerbeformen keiner zeitlichen Beschränkung. Für Programmsponsoring gibt es besondere Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag und in den Werberichtlinien der Landesmedienanstalten.
Spot
Klassische Werbeform im Fernsehen.
Übliche Spotlängen sind 7, 10, 15, 20, 30, 45 und 60 Sekunden.
Stichprobe
Auswahl einer Untersuchungseinheit aus der Grundgesamtheit nach bestimmten Methoden wie Random-Auswahl oder Quota-Auswahl.
Storyboard
Legt schriftlich und teilweise illustriert das gesamte Werbespotkonzept von der Idee über Drehort bis hin zu Text, Ton und Schnitt fest.
Streuplan
Überblick über die Verteilung einzelner Werbemaßnahmen innerhalb einer Kampagne, also zu welchem Zeitpunkt in welchem Zeitraum mit welcher Frequenz und in welchen Werbeträgern welche Werbemittel eingesetzt werden.
Stripping
Bezeichnet in der Fernsehbranche die Ausstrahlung von Serien an bestimmten Tagen zur selben Tageszeit. Bezieht sich neben der Bündelung von Serien zu Programmflächen auch auf die Zusammenfassung von Spielfilmen zu Reihen – horizontal über die Woche sowie vertikal über den Tag.
Strukturanteil
Prozentanteil einer Teil-Zielgruppe an der Gesamtzahl der Zielpersonen. Im Fernsehbereich wird zur Berechnung des Strukturanteils die Programmreichweite der Zielgruppe (beispielsweise Erwachsene 14-49 Jahre) ins Verhältnis gesetzt zur Programmreichweite der Basiszielgruppe (beispielsweise Zuschauer 3+).

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